Dass der Zuschnitt von Leder, Schaumstoffen, von Latex und Filzen heute digital erfolgt, ist keineswegs selbstverständlich. Die Sattlerei ist ein traditionell geprägtes Handwerk. Vom Vermessen des Pferderückens über das Bespannen des Sattelbaums bis hin zum Vernähen und Beziehen erfolgt vieles bewusst von Hand, um Passform und Optik exakt steuern zu können.
Für Inhaber Philipp Seiler, selbst passionierter Springreiter, ist der Schritt in die digitale Zukunft ein bewusster Entscheid – obwohl er kein Digital Native ist. Aufgewachsen auf einem Bauernhof mit Pferdezucht und Kutscherei, entdeckte er früh seine Leidenschaft fürs Reiten und für Lederarbeiten.
Der gelernte Sattler arbeitete ab 1998 für die damalige Rolf Weishaupt Sattlerei, die sich 2005 in La Belle Sattel umbenannte und 2020 von Philipp Seiler und seiner Frau Marianne Seiler übernommen wurde.
Die beiden haben sich mit ihren hochwertigen, massgefertigten Sätteln einen Namen in der Reiterszene im In- und Ausland gemacht. Ihr Erfolg basiert auf konsequenter Qualität – und auf klugen Investitionen. «Die Frage, wie digitale Technologie unsere Manufaktur sinnvoll ergänzen kann, beschäftigt uns seit Jahren», sagt Seiler.
Die Investition in die digitale Zuschnittlösung von Zünd sei der logische nächste Zukunftsschritt gewesen, ist Seiler überzeugt: «Die Digitalisierung des Zuschnitts hat in unserem Unternehmen einen tiefgreifenden Kulturwandel ausgelöst.» Gute Fachkräfte zu finden, sei anspruchsvoll, sagt Seiler. Gefragt seien moderne Arbeitsumgebungen, intelligente Werkzeuge – und Betriebe, die Mut zu Veränderung zeigen. Der Schritt vom mühsamen Handzuschnitt zum digitalisierten Zuschnitt war denn für La Belle Sattel auch nicht nur eine Investition in Präzision, Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Er ist auch ein Bekenntnis zur Zukunft des Sattlerhandwerks.


